Schnupfen – wie Du ihn vermeidest und wie Du ihn wieder loswirst

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September 25, 2019

Mir ist es lästig, nicht frei atmen zu können. Dir auch? Hier verrate ich Dir mit ein paar ganzheitlichen Tipps aus TCM und Naturheilkunde, wie Du und Deine Familie gesund und fit bleiben können. Die Ursachen für Schnupfen und deren Vermeidung:

1. Trockenheit

Deine Schleimhäute werden durch Klima- und Belüftungsanlagen zunehmend trockener als es für unsere Klimazone „normal“ ist. Trockene Haut und Schleimhäute wehren Krankheitserreger nicht so gut ab, Dein Immunsystem ist dann also geschwächt.

Im Herbst wird es von Natur aus trockener und kühler, und deswegen entstehen um diese Zeit viele Erkältungskrankheiten. Um diese Phänomene auszugleichen, helfen Dir Wärme und Flüssigkeit.

Flüssigkeit solltest Du am besten als Tee oder Brühe zu Dir nehmen. Abgekochtes, abgekühltes stilles Wasser ist auch gut. Die alt bekannte Hühnersuppe mit viel Zink hilft Dir VOR dem Schnupfen, Deine Abwehr zu stärken.

Außerdem kannst Du Deine Schleimhäute mit Meerwasser- Nasenspray, Nasencremes, Nasenspülungen nach Pfr. Sebastian Kneipp und mit Inhalationen feucht halten. Dampfbad und Sauna sind auch wunderbar, um Dich fit und widerstandsfähig zu halten.

2. Wind und Kälte

Halte Dich warm! Füße, Knie, Beine, Po – diese Regionen sollen immer warm bleiben! Frierst Du einmal, dann mache ein warmes Fußbad, zieh´ Dir dicke Socken an und geh´ mit Wärmflasche schlafen. Die Region um die Knöchel ist übrigens eine sehr wichtige Nierenzone, die immer warm bleiben soll. Füßlinge und Sneakersocken findest Du vielleicht schick. Sie sind aber genauso wie bauchfreie Shirts ab Temperaturen unter 25°C absolut nicht mehr zu empfehlen und können Deinen Temperaturhaushalt nachhaltig durcheinanderbringen.

Dein Nacken, Deine Schultern und der obere Rücken sind durch Bildschirmarbeit schnell mal verspannt – ähnlich wie bei längerem Sitzen in Zugluft. Dagegen helfen Dir regelmäßige Bewegung, Schwitzen und Wärme. Wärme in Form von Tüchern, Schals und Rollkragen, Wärmflasche, Körnerkissen und so weiter. Probiere es aus!

3. Zu viel Stress

Pausen und Schlaf dürfen im Herbst ein wenig und im Winter deutlich länger sein als in Frühling und Sommer. Die Tage sind kürzer und unser Körper reagiert darauf, wenn er weniger Licht ausgesetzt ist. Kämpfst Du Dich dauernd müde durch Deine Termine und to dos, kommt ohne Ausgleich irgendwann die Quittung. Du wirst krank und Dein Körper holt sich damit, was er braucht: eine Pause. Nimm Dir Zeit für Dich, sag Termine ab und überdenke Deine Organisation.

Emotionaler Dauerfrust, Trauer und Sprachlosigkeit sind ebenfalls Nährboden für das Verschleimen des dünnen Nasensekrets und der Nasennebenhöhlen. „Ich hab´ die Nase gestrichen voll“ drückt dies ganz simpel aus. Wir sagen in der TCM und Naturheilkunde auch, dass bei Menschen, die ständig wiederkehrende Infekte haben, heruntergeschluckte Tränen zu Schleim geworden sind.

Wenn Du Schnupfen hast

Manchmal merkst Du es zu spät, Dein Leben fordert Dich gerade einfach enorm und alle Abwehr versagt. Du wachst auf und fühlst, dass Du Dich besser gar nicht erheben solltest.

Oft bitten mich die Betroffenen nach einer „Spontanheilung“ mit Hilfe von Akupunktur und Infusionen oder ähnlichem. Sie wollen weiterfunktionieren für Kinder, Mann, Familie, Job. Dann habe ich stets gemischte Gefühle, denn ein Körper, der krank ist, schreit nach einer Pause. Andererseits verstehe ich sehr gut, wenn Du denkst, dass Du nicht einfach alles stehen und liegenlassen möchtest.

Darum gebe ich Dir hier ganz abgekürzt ein paar Hinweise, was Du tun kannst, um bald wieder rundherum gesund zu sein.

Ein TCM- Arzt unterscheidet grob in Kälte- und Hitze- Symptome:

Zu den Kältesymptomen gehören das Frieren, wässriges Sekret, Müdigkeit, ein blasses Gesicht, viel klarer Urin, Antriebslosigkeit. Zu Hitzesymptomen gehören ein rotes Gesicht, Gereiztheit, wenig Schleim, eher geschwollene Schleimhäute. Das Atmen ist in beiden Fällen erschwert.

Frierst Du, solltest Du Dich wärmen. 1. Du darfst Dich wärmer anziehen. 2. Du darfst warm und scharf essen und trinken. 3. Du solltest Dich bewegen, damit Dir warm wird. Du darfst schwitzen.

Hast Du eher Hitzesymptome, brauchst Du dringend Flüssigkeit und Feuchtigkeit, die Dir helfen, die Hitze zu kühlen und den zähen Schleim aufzulösen. 1. Trinke viel warmen Tee. 2. Iss keine scharfen Gerichte, sondern mild gewürzte. 3. Bewegung sollte Dich nicht zum Schwitzen bringen, da dann noch mehr Hitze entsteht. Geh spazieren, übe Qi Gong, verhalte Dich ruhiger. 3. Übe Dich in Entspannung und Meditation.

In beiden Fällen trinke bitte keinen Orangen- oder Zitronensaft. Iss kein Weißmehl, keine Milchprodukte oder Süßigkeiten. Verzichte auf Alkohol und Kaffee.

Dein Körper verlangt nach einer Korrektur: Der Atemwegs- „Katarrh“ ist sprachlich verwandt mit einer „Katarrhsis“– einer Häutung, der Reinigung von Altem. Ein Sich- Trennen von überflüssiger Belastung und überholten Gedanken- und Verhaltensmustern, die Dir einfach nicht (mehr) gut tun. Fällt Dir dazu etwas ein? Was kommt Dir aus Deinem Alltag in den Sinn?

Wenn es Dir schwer fällt, herauszufiltern, was Du jetzt ändern kannst, dann helfe ich Dir gerne, Deine Lösung zu finden.