Wenn Soldaten weinen

Heute war ich in der Sauna. Und als ich so vor mich hin entspannte, fiel mir ein, was ich in der letzten Nacht geträumt hatte:

“Ich war in einer Kriegssituation, es war der letzte Tag eines kurzen bitteren Krieges. Eine sehr düstere Stimmung, dunkle Farben, viel Grau und viel Rauch waren zu sehen. Mit mir hatten wohl einige in ihren Häusern ausgeharrt und gehofft, das Ende zu erleben. Einige flüchteten im letzten Moment vor herankommenden Soldaten. Andere versteckten sich, wagten es kaum zu atmen. Ich wusste, dass meine Familie in Sicherheit war und irgendwo auf mich wartete. Und ich hatte keine Angst. Ich war entschlossen, nach Tagesanbruch zu meiner Familie zu gehen.

Da kamen drei Soldaten, von denen mich zwei nicht beachteten. Nur einer kam auf mich zu. Ein riesiger Mann war das. Er schaute mich mit leeren Blick an und hob seine Waffe. Ich sagte zu ihm: “Bitte gib mir 3 Minuten. Danach kannst du tun, was du tun musst.”  Er schaute mich fragend an und ich sprach weiter: “ Ich habe mir in diesem Leben geschworen, in Liebe von dieser Welt zu gehen. Ich brauche noch 3 Minuten.” Er nickte mürrisch, und ich stellte mich vor ihn und schaute ihm tief in die müden Augen. Dort sah ich hinter dem leeren Blick einen Film aneinandergereihter Bilder:

Ein weinender Junge, der vergeblich auf die Liebe seine Mutter wartet. Jungs, die sich verzweifelt mit Heldentaten zu schmücken versuchen. Männer, die tagtäglich in gehobenen Management-Positionen kämpfen – um Anerkennung. Großväter, die verzweifelt versuchen, ihren Enkeln Liebe zu geben, die sie selbst nicht bekommen haben. Kleine Jungs im Sandkasten, die nicht lernen, wie sie mit ihren Aggressionen umgehen können. Missbrauchte Jungs, die aus Angst vorm Schmerz ein Leben lang nichts fühlen wollen. Missbrauchte Söhne, die Müttern auf der Suche nach Liebe den Partner ersetzen.

Söhne und Enkel, die nicht verstehen, was ihre Aufgabe hier ist. Väter, die es besser machen wollen als ihre Vorfahren, aber beim leisesten Weinen ihres Kindes überfordert sind. Jungen, Männer, Großväter und Urgroßväter, die einfach nur suchen, suchen und suchen – nach dem Sinn, der Liebe und der Heilung ihrer Wunden. Und sie suchen so oft vergeblich, bei Frauen, Männern, Idolen, im Alkohol oder permanenter Selbstüberforderung.

Ich nahm so viel wahr, sah so viele ungeheilte Wunden, und wollte sie mit Liebe zuschütten. Plötzlich war der Film vorbei und ich sah wieder in die Augen dieses Mannes. Sie hatten sich verändert. Tränen rannen daraus. Ganz leise, aber ohne Unterlaß. Und ein kleines Funkeln war darin zu erahnen. Es gehörte allen Nationen dieser Welt an. Der Soldat brach zusammen. Er sank in die Knie und ich hatte Mühe, ihn zu stützen. Er schluchzte lautlos. Eingehüllt von Stille, kauerten wir auf dem Boden. Es wurde hell, das erste Sonnenlicht kam und wärmte uns.”

Danach schlief ich weiter, sehr ruhig und tief und wissend, dass ich diesen Traum aufschreiben würde. Ich schreibe ihn für Männer und Frauen, weil ich glaube, dass es hier um alle Menschen geht. Um unseren männlichen Kampf jeden Tag. Getrieben von Ängsten und verlorenem Vertrauen. Von dem Wunsch nach Anerkennung, wie sie jeder Mensch bekommen sollte. In Form von Liebe. Und in Form von Wahrgenommen werden. Es ist so wichtig, dass wir uns gegenseitig sehen, uns er-kennen. Mit allen Stärken und Schwächen.

Wer schon Leid erleben musste, darf diese Vergangenheit hinter sich lassen. Wer leidet, darf darüber sprechen und sollte gehört werden. Und wer Angst vor Leid hat, darf lernen, mit dem Unvorhersehbaren klarzukommen. Wir haben alle zu lernen. Und wir sollten friedlich nach unseren Lösungen suchen. Wenn uns jemand Schlechtes tut, haben wir die Wahl, wie wir darauf reagieren.

Ich persönlich werde alles tun, was ich kann, um in meinem Umfeld für Frieden zu sorgen. Immer wieder. Und ich wünsche mir, dass wir alle in den Genuss kommen, eine friedlichere und liebevolle Menschheit zu erleben. Vor gut zwei Jahren schrieb ich den Text “Liebe heilt Angst”. Damals bezog er sich auf die Corona-Situation. Aber er hat auch jetzt noch seine Gültigkeit. 

Angst ist gut- sie bewahrt uns davor, leichtsinnig mit unserem Leben umzugehen. Aus Angst jedoch zu Waffen zu greifen – auch in der Verteidigung – das kann einfach nicht die Lösung sein. Nicht in meiner Welt. Und die ist nicht rosarot. Aber wenn ich eins bin, dann standfest, wenn es um meine moralischen Ansprüche geht.

Stell Dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin. 

Das ist für mich die Antwort auf das, was gerade passiert. Und diese Macht hat jeder von uns, auch Du. Ich wünsche mir sehr, dass wir uns alle in den nächsten Monaten und Jahren ein liebevolles, empathisches und friedvolles Leben auf der Erde ermöglichen.

Vielleicht magst Du Dir überlegen, welche Bilder Du in den Augen des Soldaten gesehen hättest?! Sprich darüber, nimm diese inneren Hinweise wahr und beginne JETZT mit Deiner Hilfe für uns alle.

Ich wünsche Dir Gesundheit und Frieden!

Nina

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